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Übungsdienst Verkehrsunfall

Erstellt: 08. Oktober 2018

001Am 08.10.2018 stand die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen auf dem Dienstplan. Hierfür hatte die Zug- und Gruppenführung ein Szenario ausgearbeitet, welches es im Rahmen einer Einsatzübung abzuarbeiten galt. Nachdem die Fahrzeuge besetzt waren, meldete die Übungsleitstelle über Funk einen Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen in der Schmiedekoppel. Am Einsatzort fanden die Einsatzkräfte einen PKW vor, der gegen einen Baum geprallt und dadurch stark deformiert war.

 

 

004Sofort wurde durch den Einsatzleiter und die Gruppenführer die Lage erkundet und festgestellt, dass sich drei Personen in dem PKW befanden. Daraufhin wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Die Gruppe des Tanklöschfahrzeugs kümmerte sich um die technische Rettung, die LF10 Besatzung bereitete alles für die medizinische Rettung und Versorgung der verletzten Personen vor, sicherte die Einsatzstelle ab und leuchtete diese aus.

 

 

 

006Umgehend begab sich einer unserer Rettungssanitäter als "innerer Retter" in das Unfallfahrzeug und legte mit Unterstützung der Kameraden außerhalb des PKWs allen Verletzten einen Stifneck an. Zeitleich wurde das Fahrzeug gegen Wegrollen gesichert und ein doppelter Brandschutz sichergestellt. Ein weiterer Trupp unterbaute das Fahrzeug mit Rüstholz, um während der Rettungsarbeiten so wenig Bewegung wie möglich in das Fahrzeug und somit an die verletzten Personen zu bringen. Von den entsprechenden Fahrzeugbesatzungen wurde eine technische sowie eine medizinische Geräteablage aufgebaut.

 

012Die Person auf de Beifahrersitz wurde als am schwersten verletzt eingestuft und wurde somit priorisiert aus dem Fahrzeug befreit, indem die Beifahrertür herausgespreizt und die Person anschließend achsengerecht mit dem Spineboard aus dem PKW gedreht wurde.

 

 

 

022Anschließend wurde mittels Rettungsschere und Spreizer im hinteren Bereich des Fahrzeuges eine "dritte Tür" geschaffen und auch die zweite Person seitlich über das Spineboard gerettet. Zeitgleich wurde dem Einsatzleiter mitgeteilt, dass das Unfallfahrzeug ursprünglich mit vier Personen besetzt gewesen sein soll. Daraufhin wurde ein dritter Einsatzabschnitt gebildet und mit Lampen und Wärmebildkamera eine Personensuche eingeleitet. Nach wenigen Minuten fanden die Einsatzkräfte eine bewusstlose Person, die einen steilen Abhang hinabgestürzt war. Mit Feuerwehrleinen gesichert gingen die Trupps zu der verunfallte Person vor und führten eine Erstversorgung durch. Anschließend wurde diese mit Hilfe der Schleifkorbtrage den Hang hinaufgezogen und dem Rettungsdienst übergeben.

035An dem verunfallte PKW lief derweil die Rettung der dritten Person weiter, die im Bereich der Beine eingeklemmt war und möglichst schonend gerettet werden sollte. Dafür wurde zunächst das Dach entfernt, um mehr Platz für die Rettung zu schaffen. Des weiteren wurde die eingedrückte B-Säule mit Hilfe eines Hydraulikzylinders in ihre alte Form zurückgedrückt. Um im Bereich der eingeklemmte Beine arbeiten zu können wurde auch die Fahrertür herausgespreizt. Mittels des Pedalschneiders wurde zunächst das Lenkrad abgeschnitten und anschließend die Pedalen im Fußraum. Da der Platz immernoch nicht ausreichend war, wurde der komplette Vorderwagen nach vorne abgekippt, sodass auch die dritte verletzte Person nach oben aus dem PKW gezogen und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte.

040Vom Mehrzweckfahrzeug aus wurde der Einsatz durchgehend dokumentiert und Lagemeldungen an die Leitstelle abgesetzt. Wir bedanken uns beim Autoservice Ditmar Klauza, der uns durch die Bereitstellung des PKWs unterstützt hat!

 

 

 

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